Der erste Weltkrieg

Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern.

[André Malraux, französischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Filmregisseur, Abenteurer und Politiker.]

Eine historische Dokumentation aus antiquarischer Literatur in Bildern und Berichten

Die Inhalte dienen der Wiedergabe eines Zeitgeschehens, seiner Dokumentation und Information.

Es besteht nicht die Absicht, die geschichtlichen Ereignisse zu kommentieren und/oder zu verherrlichen.

Eine Bewertung auf den Wahrheitsgehalt von Inhalten und Darstellungen erfolgt ganz bewusst nicht!

Aus dem Wissen von heute ergeben sich ganz andere tatsächliche Umstände, als zum Erscheinungszeitpunkt dieser Schriftstücke.

Manches findet aber auch in der Gegenwart keine Erwähnung (mehr) und würde dabei doch so manche Bewertung der Geschehnisse in einem anderen Licht erscheinen lassen!

Es ist dem Leser und Betrachter überlassen, sich anderer Informationsquellen zu bedienen, um hier wiedergegebene Ereignisse zu hinterfragen.

Opferzahlen und das Leiden von Mensch und Tier finden in den Publikationen keine Erwähnung.

Jedes Opfer ist eines zu viel und was sagt da noch die nackte Zahl?

Der Erste Weltkrieg wurde in Europa, dem Nahen Osten, in Afrika, Ostasien und auf den Weltmeeren geführt und forderte rund 17 Millionen Menschenleben!

Wir schauen mit Herablassung auf vergangene Zeitalter,

als wären sie nur ein Vorspann für uns...

Was aber, wenn wir nur ein Nachglanz von ihnen sind?

[James Gordon Farrell, 1935-1979, irisch-britischer Schriftsteller]

Als ich in den Besitz der Bücher kam, war ich mehr von dem vorhandenen Bildmaterial als den geschichtlichen Schilderungen angetan.

Wer kennt nicht den Begriff "Kriegs-Berichterstatter"? Zum Zeitpunkt des 1. Weltkrieges gab es Menschen in diesen Funktionen nicht. Zumeist handelte es sich um Kriegsteilnehmer, die ihre Skizzen fertigten und zur Verfügung stellten. Oder aber um Maler und Zeichner, die aufgrund ihres Bekanntheitsgrades gezielt mit der Dokumentation der Ereignisse beauftragt wurden.

Das in diesen Büchern vorliegende Bildmaterial ist nur wenig in den heutigen Veröffentlichungen und in den Schul-/Lehrmaterialien gar nicht zu finden! Dabei geben sie doch einen Zeitgeist wieder, der zum Nachdenken auffordert, ein Verständnis und eine kritische Auseinandersetzung für damaliges Denken und Handeln wecken dürfte.

Diese Bilder dann in Zusammenhang mit den Texten ergeben einen Zusammenhang, der auch der heute noch vorherrschenden Meinung um Kriegsschuld und Verantwortung einen ganz anderen Aspekt gibt.

In einer Zeit, in der sich "Diplomatie" mit "militärischer Stärke" auf gleicher Ebene befand, haben alle großen Nationen auf "den Gang der Waffen" hingearbeitet. Gepaart mit Diplomatie, geprägt durch französischen Revanchismus, wodurch sich ein Netzwerk gegen Deutschland spann, war es nur eine Frage der Zeit bis es zu einem globalen Konflikt kommen musste.

Das daraus resultierende Ergebnis, nur einer - der deutschen Nation - die Kriegsschuld zuzuweisen, war selbst nach Ansicht von Charles de Gaulle (siehe Memoiren der Hoffnung) ein schwerwiegender Fehler, der letztlich zum Erstarken anderer politischer Kräfte im weiteren Verlauf der deutschen Geschichte mit beitrug.

Wie zuvor geschrieben gilt es aber eben nicht, hier eine "Rechnung" auf zu machen. Die Ereignisse von vor über 100 Jahren dürfen und müssen unter dem Aspekt gesehen und benannt werden, unter dem sie sich entwickelten, ereigneten und von Menschen in der Folgezeit erlitten und erfühlt wurden. Dazu trägt auch antiquarisches Material aus den 1920er-Jahren bei, dass trotz seines Alters und manch fragwürdiger Darstellung authentischer erscheint, als heute oft genug (falsch) vermittelt.