Großbritannien

Georg V. König von Großbritannien und Irland

Georg V. gebürtig HRH Prince George Frederick Ernest Albert of Wales – (* 3. Juni 1865 in Marlborough House, City of Westminster, London; † 20. Januar 1936 in Sandringham House, Norfolk) aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha war vom 6. Mai 1910 bis zu seinem Tod König des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland (seit 1927 Nordirland) sowie Kaiser von Indien.

Aufgrund des innenpolitischen Drucks während des Ersten Weltkriegs änderte Georg V. am 17. Juli 1917 den anglisierten Namen seiner Dynastie Saxe-Coburg and Gotha in den bis heute verwendeten Namen Windsor.

Im Verlauf der Julikrise 1914 versuchte die britische Regierung vermittelnd zu agieren und die Spannungen diplomatisch beizulegen. Der Vorschlag, eine Konferenz der europäischen Außenminister in London auszurichten, fand jedoch keinen Anklang. Angesichts der deutschen Mobilmachungsabsichten gegenüber Russland und dem somit einsetzenden Bündnisfall für die Triple Entente, was unweigerlich zum Ausbruch eines europäischen Krieges führen würde, bot Georg V. am 31. Juli 1914 in einem Telegramm an Paris und Sankt Petersburg vergeblich seine Vermittlung an: „Um das Missverständnis zu beseitigen“, das seinem Gefühl nach entstanden sein müsse und „um Unterhandlungen und Friedensmöglichkeiten noch freien Raum zu lassen.“

Nach Verletzung der belgischen Souveränität durch das Deutsche Reich erklärte Großbritannien diesem am 4. August 1914 den Krieg, Georg V. unterzeichnete am Morgen die Kriegserklärung an seinen Cousin Wilhelm II.

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde von einer Welle massiver antideutscher Stimmung begleitet, da die britische Öffentlichkeit im Deutschen Reich den Hauptkriegsgegner sah. Im Zentrum der Anfeindungen stand zunächst ein Cousin Georgs V., Ludwig von Battenberg, der am 27. Oktober 1914 wegen seiner deutschen Herkunft zum Rücktritt als Erster Seelord gedrängt wurde. Mit zunehmender Kriegsdauer verstärkten sich die antideutschen Tendenzen und auch wenn sich der König als vollkommen britisch bezeichnete, trafen die Ressentiments auch das Königshaus. Als der Premierminister David Lloyd George einmal zu Georg bestellt wurde, soll er angemerkt haben: „Möchte wissen, was mir mein kleiner deutscher Freund zu sagen hat.“ Der Schriftsteller H.G. Wells unterstellte dem Hof in einem Zeitungsartikel, dass von diesem „keine inspirierende Wirkung“ ausgehe und er „fremdländisch geprägt“ sei. Angesichts des anhaltenden innenpolitischen Drucks und vor dem Hintergrund der russischen Februarrevolution sah sich Georg V. schließlich zu einem spektakulären Schritt veranlasst. Entschlossen, das Königshaus als britische Institution neu zu definieren, proklamierte er am 17. Juli 1917 die Umbenennung seines deutsch klingenden Hauses Saxe-Coburg and Gotha in Windsor, benannt nach Windsor Castle, das die britische Monarchie seit 800 Jahren symbolisierte. Georg verzichtete für sich und alle Nachkommen Königin Victorias auf sämtliche deutschen Namensrechte und Titel. Demonstrativ ließ er die deutschen Banner aus der St George's Chapel von Windsor Castle entfernen und leistete mit diesem patriotischen Akt seiner Popularität erheblichen Vorschub. Seinem Beispiel folgend, änderte Georgs Cousin den deutschen Namen Battenberg in die anglisierte Form Mountbatten und erhielt vom König den Titel eines Marquess of Milford Haven. Auch den deutschen Verwandten seiner Gemahlin aus dem Hause Teck verlieh er britische Adelstitel.

Quelle: WIKIPEDIA

    • Sir Edward Grey

      britischer Minister des Auswärtigen

    • H.H. Asquith

      britischer Premierminister

    • Generalfeldmarschall Sir John French

      Oberbefehlshaber der englischen Expeditionstruppen

    • Karl Kitchner

      der englische Kriegsminister

    • Hussein Kiamil

      der von England mit dem Titel eines Sultans eingesetzte "Gegenkhedive" von Ägypten, ein Onkel des rechtmäßigen Khediven (König) Abbas II. Hilmi.