Osmanisches Reich

Mehmed V.

Mehmed V. Reşad (* 2. November 1844 in Istanbul; † 3. Juli 1918 in Istanbul) war von 1909 bis 1918 Sultan des Osmanischen Reiches und Kalif der Muslime. Er folgte seinem Bruder Abdülhamid II. nach, der von den Jungtürken zum Rücktritt gezwungen worden war. Unter seiner Herrschaft wurde das Reich in den Ersten Weltkrieg verstrickt.

Am 2. August 1914 schloss Mehmed V. ein Defensivbündnis mit dem Deutschen Reich gegen Russland. Er versuchte zunächst, im beginnenden Ersten Weltkrieg neutral zu bleiben.

Auf Druck der Jungtürken trat er Anfang Oktober 1914 in den Krieg ein und ernannte Enver Pascha zum Kriegsminister. Nach dem Verlust Zyperns und Ägyptens gelang es Mehmed, eine stabile Defensive gegen die Briten am Suezkanal und im Irak aufzubauen. Russland eroberte zwar Armenien, doch wurde dies später im Frieden von Brest-Litowsk wieder rückgängig gemacht. In der letzten Phase des Krieges gingen schließlich Syrien, Palästina und das Zweistromland verloren.

Am 1. Februar 1916 wurde Mehmed V. zum Generalfeldmarschall des Deutschen Reichs ernannt, am 19. Mai 1918 zum Feldmarschall Österreich-Ungarns.

Mehmed V. starb am 3. Juli 1918 im Alter von 73 Jahren, nur vier Monate vor dem Ende des Ersten Weltkrieges. Den Untergang des Osmanischen Reiches erlebte er daher nicht mehr. Als (letzter) Sultan und Kalif folgte ihm sein Halbbruder Mehmed VI.

Quelle: WIKIPEDIA

    • Sultan Mehmed V.

      Kaiser der Osmanen seit dem 27.04.1909

    • Dschemal-Pascha (im Auto stehend)

      Oberbefehlshaber der VI. Armee in Beirut. Rechts der Mali von Beirut

    • Abbas II.

      Vizekönig von Ägypten (links im Bild)

    • General Enver-Pascha

      Generalissimus der türkischen Streitkräfte und Kriegsminister.

    • Der Stammesfürst der "Drusen" vom Libanon,

      der mit seinen Leuten am Suezkanal gegen die Engländer kämpfte.