Russland

Zar Nikolaus II.

Nikolaus II. um 1907

Nikolaus II. um 1907

(Gemälde von H. Manizer)

Geboren als Nikolaus Alexandrowitsch Romanow, * 18. Mai 1868 in Zarskoje Selo; † 17. Juli 1918 in Jekaterinburg) aus dem Herrschergeschlecht Romanow-Holstein-Gottorp war der letzte Kaiser des Russischen Reiches. Sein offizieller Titel lautete „Kaiser und Selbstherrscher von ganz Russland“.

Er regierte vom 1. November 1894 bis zu seiner Abdankung am 15. März 1917 infolge der Februarrevolution. Durch sein Festhalten an der autokratischen Politik seiner Vorgänger und fehlender Bereitschaft zu demokratischen Reformen hatte Nikolaus maßgeblichen Anteil am Zusammenbruch der russischen Monarchie während des Ersten Weltkriegs.

Nach seiner Abdankung wurde er gemeinsam mit seiner Familie interniert und in der Nacht auf den 17. Juli 1918 von den Bolschewiki in Jekaterinburg ermordet. Am 20. August 2000 wurden Nikolaus und seine Familie.

Quelle: WIKIPEDIA

Großfürst Nikolai Nikolajewitsch

Großfürst Nikolai Nikolajewitsch

Generalissimus der russischen Armee

Großfürst Nikolai war einer der treibenden Köpfe für den Krieg gegen Deutschland. Dazu leitete er die enge militärische Zusammenarbeit mit Frankreich ein. Sein Ziel war die Zerschlagung des Deutschen Reiches, um dem Kaiserreich Österreich-Ungarn die Schutzmacht zu nehmen und damit die Herrschaft über den Balkan zu entreißen. Damit wären die Voraussetzungen für eine Zerschlagung des Osmanischen Reiches gegeben, und die Dardanellen wären für immer in Russlands Gewalt. "Der Weg zu den Dardanellen führt durch das Brandenburger Tor!" lautete ein geflügeltes Wort in St. Petersburger Salons.

Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 wurde er in seiner Eigenschaft als Oberkommandierender der Gardetruppen und des Militärbezirks Sankt Petersburg automatisch Oberkommandierender der 6. Armee. Obwohl er nie eine Armee im Feld kommandiert hatte, ernannte ihn nach einigem Zögern am 02. August 1914 um 14 Uhr sein Cousin Zar Nikolaus II. zum Oberbefehlshaber (Generalissimus) der russischen Streitkräfte.

Nikolai Nikolajewitsch nahm die Ernennung an, erklärte aber zugleich, dass er sich unvorbereitet und sehr unsicher fühle. Er sollte unverzüglich einen Aufmarschplan ausführen, den er nicht kannte. Gleichzeitig bat er selbst den Zaren um das Versprechen, keinen Frieden zu schließen, auch wenn Sankt Petersburg, Moskau, die Wolga, der Ural und selbst Sibirien verloren gehen sollten. Der Zar versprach es feierlich.

Nach ersten Anfangserfolgen der russischen Südwestfront gegen die Österreicher in Galizien folgten schwere Rückschläge der Nordwestfront gegen die Deutschen in Ostpreußen. Die siegreiche Abwehr eines deutschen Angriffes auf Warschau, der in der Schlacht an der Weichsel im Oktober 1914 durch rechtzeitige Truppenkonzentration erreicht wurde, zeigte jedoch seine operative Befähigung. Hierfür wurde er mit dem Russischen Orden des Heiligen Georg III. Klasse ausgezeichnet. Schlechte Koordination und fehlende Ausrüstung beim Heer führten im Mai und Juli 1915 zu schweren Niederlagen gegen die Mittelmächte, welche die Stawka im Sommer 1915 dazu zwang, den Großen Rückzug nach Osten einzuleiten. Dieser Misserfolg und seine Feindschaft zu Rasputin führte schließlich dazu, dass ihn der Zar am 21. August 1915 ablöste und selbst das Oberkommando übernahm.

General Samsonow

General Samsonow

Russische Oberkommandierender.

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges im Juli 1914 erhielt er im Zuge der russischen Mobilmachung das Kommando über die sich im Raum Warschau versammelnde 2. Armee. Der zum General der Kavallerie beförderte Samsonow rückte als Oberbefehlshaber der 2. (Narew-Armee) von Süden her über den Narew in Ostpreußen ein. In der Schlacht bei Tannenberg vom 26. bis zum 30. August 1914 wurde die Masse seiner Truppen durch die deutsche 8. Armee unter General von Hindenburg eingekesselt und ging in großen Teilen in Gefangenschaft.

Nach der vernichtenden Niederlage seiner Armee gegen die Deutschen erschoss sich General Samsonow in aussichtsloser Lage am 30. August 1914 im Wald bei Willenberg.

Der Leichnam General Samsonows wurde zunächst von den Dorfbewohnern nicht erkannt und so begrub man ihn wie alle anderen Gefallenen auf dem Schlachtfeld in einem einfachen Soldatengrab. Erst später, bei Verlegung der verstreut liegenden Gräber in Soldatenfriedhöfe, wurde er erkannt. Man identifizierte ihn anhand eines Amuletts, das er um seinen Hals trug. Auf Betreiben seiner Frau wurden seine Gebeine 1916 nach Russland überführt. Am Fundort wurde später eine kleine Pyramide – der sogenannte Samsonow-Stein – errichtet.